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Schüßler Salze

Schüßler-Salze: Weniger ist mehr

 

Viel zu viele Arzneimittel gebe es, kritisierte Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler (1821-1898) die Medizin – auch die Homöopathie – seiner Zeit. Tier-, Pflanzen- und Mineralreich lieferten die Ausgangsstoffe zu mehreren hundert Medikamenten.

„Krankheit entsteht durch ein Ungleichgewicht der Mineralsalze, insbesondere durch einen Mangel derselben“, meinte Schüßler und wählte einen anderen Weg.


Aus den Verbrennungsrückständen menschlicher Gewebe und Knochen isolierte er zwölf Verbindungen, die den größten Teil der Rückstände ausmachten. Diese zwölf Salze bilden die Grundlage seines Arzneischatzes, der Biochemie nach Schüßler. So dient zum Beispiel Calcium fluoratum als Mittel für das Stütz- und Bindegewebe, für Gelenke sowie für gesunde Zähne und Haut. Kalium chloratum ist das Mineralsalz für die Schleimhäute. Und Silicea, Kieselsäure, ist das Schönheitssalz.
Von Homöopathie-Gründer Samuel Hahnemann (1755-1843) übernahm er das Verfahren des Potenzierens. Ein Teil Mineralsalz wird mit neun Teilen Milchzucker verrieben und ergibt so die Potenz D1. Zur D2 gelangt man, indem ein Teil der D1-Verreibung mit wiederum neun Teilen Milchzucker verrieben wird. Heute verwendet man die Schüßler-Salze vorzugsweise in Form von Tabletten. Wie bereits zu Schüßlers Zeiten kommt auch heute noch vorzugsweise die Potenz D6 zum Einsatz. Um eine Substitutionstherapie nach heutigem Verständnis, bei der ein Mineralmangel durch Dosierungen im Milligramm-Bereich ausgeglichen wird, handelt es sich bei den Schüßler-Salzen nicht. nicht.